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Unser Beschneiungskonzept für die Zukunft
06.03.2026
1 Minute
Destinationsentwicklung
Schneesicherheit in Skigebieten ist kein Zufall, sondern das Ergebnis vorausschauender Planung, technischer Innovation und verantwortungsbewussten Handelns. Die Lech Bergbahnen AG setzt seit Jahrzehnten auf ein durchdachtes Beschneiungskonzept – mit dem klaren Ziel, Gästen auch in Zukunft verlässliche und qualitativ hochwertige Skierlebnisse zu bieten.
Von den Anfängen bis heute

Bereits in den 1980er-Jahren wurden erste technische Maßnahmen umgesetzt: Rohrleitungen wurden verlegt, ein Pumpenhaus errichtet und damit die Basis für eine moderne Beschneiungsinfrastruktur, die immer weiter ausgebaut wurde, geschaffen. Seit über zehn Jahren unterstützt zudem eine digitale Schneehöhenmessung in den Pistenmaschinen das Schneemanagement. Sie ermöglicht eine punktgenaue Verschiebung des Schnees– dort, wo er tatsächlich benötigt wird. Das spart Ressourcen und erhöht die Effizienz.

Mit den veränderten klimatischen Rahmenbedingungen hat die technische Beschneiung weiter an Bedeutung gewonnen. Auch höhergelegene Wintersportdestinationen können nicht mehr ausschließlich auf Naturschnee setzen. Aus diesem Grund wurde ein umfassendes Beschneiungskonzept ausgearbeitet, welches laufend evaluiert, vertieft und priorisiert wurde. Ziel ist es, die Grundbeschneiung künftig – bei passenden Temperaturen – innerhalb von rund 50 bis 80 Stunden durchführen zu können.

Investitionen für die Wintersaison 2025/2026

Ein zentraler Baustein war die Erneuerung des Pumpenhauses bei der Talstation der Schlegelkopfbahnen. Die Wasserentnahme aus dem Lech wurde auf rund 400 Liter pro Sekunde erweitert – das entspricht einer Leistungssteigerung von annähernd 100 Prozent. Die Entnahme erfolgt konzentriert über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen. Mit der Schneeschmelze gelangt das Wasser wieder zurück in den natürlichen Wasserkreislauf.

Parallel dazu wurde das Leitungsnetz der Beschneiungsanlage in Teilen modernisiert und frostsicher verlegt. Dadurch müssen die Leitungen nach der Beschneiung nicht mehr entleert werden – ein technischer Vorteil, der Betriebssicherheit und Effizienz erhöht.

Ab dieser Wintersaison kamen zudem 48 neue, energieeffiziente Schneeerzeuger zum Einsatz. Sie verbrauchen rund 30 Prozent weniger Energie und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Betriebsführung.

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Aktuelle Projekte und nächste Schritte

Die Erneuerung der Wasserentnahme aus dem Lech sowie der Beschneiungsanlagen rund um die Talstation Schlegelkopf sind abgeschlossen. Im nächsten Schritt erfolgt die Erneuerung der Leitung Richtung Schlegelkopf Bergstation, wo zusätzlich ein neuer Hochbehälter errichtet und das Pumpenhaus aufgerüstet wird.

Mit dieser weiteren Investition in die Schneesicherheit verdreifacht sich die Beschneiungsleistung Richtung Kriegerhorn und Steinmähder.

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Verantwortung für ein starkes Angebot

Wie entscheidend eine leistungsfähige Beschneiungsinfrastruktur ist, hat dieser niederschlagsarme Winter eindrucksvoll gezeigt. Ohne technische Beschneiung wäre es nicht möglich gewesen, bereits zu Saisonbeginn ein entsprechendes Pistenangebot bereitzustellen.

Gleichzeitig ist klar: Die Weiterentwicklung endet hier nicht. Weitere Investitionen sind notwendig, um Schneesicherheit langfristig zu gewährleisten. Die Lech Bergbahnen AG befindet sich dazu in laufenden Abstimmungen, Planungen und Verhandlungen. Ziel bleibt es, technische Innovation, ökologische Verantwortung und höchste Qualität für Gäste in Einklang zu bringen – heute und in Zukunft.